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Wie wäre es mit dem Mercedes EQV 300?

Written by admin

Um ein wenig von unseren üblichen Tests auf blogautomobile abzuweichen, hier ein großer Premium-Minivan. Aber nicht irgendeine. Das ist der EQV, die 100% elektrische Version der bekannten Mercedes-Benz V-Klasse.

Der Vorteil eines solchen Essays ist, dass man sich nicht viel hochtrabendes Vokabular einfallen lassen muss, um den Stil zu beschreiben. Es ist ein Würfel, schwarz noch dazu, und ich überlasse es Ihnen, ob Sie ihn schön, hässlich oder völlig gleichgültig finden. Für mich ist es ziemlich positiv. Sie haben es einfach geschafft, ihren Mercedes-Kühlergrill richtig zu integrieren und ihm damit eine gewisse Klasse zu verleihen. Allerdings hat er aufgrund seiner imposanten Ausmaße keinen einfachen Körperbau. Es misst 5,14 m lang für 1,93 m breit und 1,90 m hoch. Ganz zu schweigen von seinem beeindruckenden Gewicht von 2814 kg.

An Bord wissen wir jedoch den Touch von Mercedes zu schätzen. Nur wenn wir einen kurzen Blick darauf werfen. Denn am Ende ist es, wenn man es gewohnt ist, einen Mercedes zu fahren, in diesem EQV wie eine Zeitreise in die Vergangenheit. Vor allem durch Beobachtung von Nadelzählern, die bei allen Herstellern fast vollständig verschwunden sind. Aber sie haben es trotzdem geschafft, ihre persönliche Note wieder einzubringen, um diese bewohnbar luxuriös und einladend zu machen. Sicherlich gibt es viel Hartplastik, aber das Design des Armaturenbretts und die Qualität der Baugruppen können sich sehen lassen. Außerdem schätzen wir die Sitzheizung oder die elektrisch klappbaren Schiebetüren vom Fahrersitz aus (2.256,- Euro).

Der EQV ist eher in die Kategorie der Premium-Minivans einzuordnen. Der Vorteil ist offensichtlich zu können modulieren Sie die Bewohnbarkeit wie gewünscht. Es können bis zu 8 Personen an Bord gehen. Es ist aber auch möglich, die mittlere Sitzreihe zu entfernen, um mehr Platz zu schaffen, oder natürlich die hintere, um einen riesigen Kofferraum zu erhalten. Die Sitze können horizontal geklappt, nach vorne geklappt werden, um Platz oder Zugänglichkeit zu gewinnen, während die Sitze erhalten bleiben, oder schließlich über fast den gesamten Boden gleiten. Sie können sich sogar für individuelle Drehsitze und Luxussitze mit Massage und Belüftung entscheiden.

Das zweite Mitglied der EQ-Familie erschien 2019, zunächst in Konzeptform und dann schnell in endgültiger Form. Technisch bettet es eine große nützliche 90-kWh-Batterie ein, die einen Motor mit maximaler Leistung antreibt 204 PS und 362 Nm des Drehmoments. Und von Anfang an ist es zwangsläufig die Umgebungsstille, die wir bei dieser Art von Maschinen nicht gewohnt sind, die überrascht. Hier genießen wir das Fehlen von Vibrationen, das Zuschlagen eines Dieselblocks, den Ruck des Getriebes und erfreuen uns an vorbildlicher Fließfähigkeit. Aufgrund seiner Bauweise treten bei hoher Geschwindigkeit nur ein paar Fluggeräusche auf, aber eine kleine Musiknote, und sie ist schnell vergessen.

Bei der Bergung der leider nicht zu 100% aufgeladenen Maschine habe ich direkt den Eco+ Modus gewählt um nach Hause zu fahren. Dadurch wird der EQV vollständig amorph und behält eine maximale Ladung. Damit bietet er eine ideale Straßenlage. Aber später am Tag hat mich der Wunsch, den Sportmodus auszuprobieren, schnell umgehauen. Und wird wohl auch andere Autofahrer ins Staunen versetzt haben. So viel Reaktivität auf dem Pedal in einem Fahrzeug dieser Größe, es ist ziemlich erstaunlich. Fast zu viel, weil es dazu neigt, uns bei jedem Drücken oder Loslassen des Gaspedals hin und her zu schaukeln. Wenn es also nicht um effektives Einlegen oder schnelles Überholen geht, werden wir sowieso mit den Modi Comfort und Eco zufrieden sein. Ob Familientransport, Event-Shuttle oder Kundentransport als VTC, jeder Fahrgast wird fürstlich empfangen. Es zeigt eine schöne Angenehmheit, Kombinieren Strenge und Komfort. Ein Komfort, der manchmal durch Aufhängungen beeinträchtigt wird, die stark pumpen, wenn sich die Straße verschlechtert, ohne jedoch brüchig zu sein. Wir sind nur ein wenig aufgewühlt.

Obwohl der Schwerpunkt dank der Batterien unter dem Boden abgesenkt ist, wird es beim Verlassen von Städten oder Hauptstraßen nicht der bequemste sein. In der Tat ist es keine Überraschung, dass es auf kurvenreicheren Straßen unter einem daraus resultierenden Seitenrollen leidet und mit Vorsicht gehandhabt werden muss. Sobald der Grip jedoch vollständig angepasst ist, fährt es sich wie jedes klassische Auto. Es bleibt druckvoll und sein Handling wird Sie nicht im Stich lassen. Wir genießen auch eine sehr gute Sicht, was uns zuversichtlich fühlen lässt.

Darüber hinaus lässt es sich trotz der imposanten Größe des Tieres gut handhaben Leichtigkeit der Rest der Zeit. Schon weil wir eine 360° Kamera haben aber auch weil der Wenderadius nicht so schlimm ist und die Lenkung sehr einfach zu handhaben ist. Es ist das längste Fahrzeug, das ich in meine Tiefgarage bringen konnte. Und doch ist es nicht dasjenige, das am schwierigsten in meine kleine Wohnung zu quetschen gewesen sein wird. Da denke ich an die Fahrer, die manchmal unter schwierigen Bedingungen manövrieren müssen. Aber das ist nicht sein einziger täglicher Vorteil. Neben seiner Weichheit gefällt mir besonders der Energierückgewinnung. Die verschiedenen Stufen werden mit den Paddeln gesteuert, um eine immer stärkere Motorbremse zu erhalten. So passt es sich unserer Umgebung oder der angestrebten Fahrweise an. Schade nur, dass es das Auto nicht zum Stillstand bringt, wie es immer häufiger der Fall ist.

Kommen wir zu den Zahlen. Macht euch bereit, es sind (zu) viele! Der EQV ist mit 28,8 kWh/100 km im WLTP-Zyklus homologiert, was eine Reichweite von bis zu 353 km im gemischten und 476 km in der Stadt verspricht. In Wirklichkeit ist es immer viel komplizierter. Erstmal auf die 600 km am Steuer, sagt mir der Bordcomputer 31kWh/100 nach einem großen Autobahnabschnitt und einigen zehn Kilometern in der Stadt oder am Stadtrand. Was in der Theorie ungefähr durchzuführen 290km. In der Stadt sinkt er leichter auf 25 kWh/100 für 360 km. Bei Autobahnfahrten mit einem Verbrauch von 33 kWh/100 ohne zu viel Klimaanlage und im Eco-Modus bei 120/130 km/h eher mit maximal 270 km rechnen. Außerdem wissend, dass wir nie an einem flachen Terminal ankommen. Apropos Terminal, es akzeptiert Gleichstromladungen bis 110 kW. Dort gehen wir in 45 Minuten von 10 % auf 80 %. Es ist ein bisschen lang im Vergleich zu einigen Autos, die die gleiche Übung in nur 20 Minuten erledigen (und bis zu 240 kW aufnehmen). Andernfalls werden an einem zu Hause installierten Terminal in Typ 2 bis zu 11 kW in 6 Stunden 70 % Ladung wiederhergestellt.

Den Mercedes EQV gibt es in zwei Versionen, lang und extralang (die kurze Version ist der thermischen V-Klasse vorbehalten). Sie beginnen jeweils um 79.935,60 € (66.613 € ohne Steuern) und 80.829,60 € (67.358 € ohne Steuern). Dazu kommen zum Beispiel die Metallic-Lackierung für 1.711 Euro, eine sehr praktische 360°-Kamera für 1.939 Euro oder die Sitzanordnung für 3.662 Euro. Was etwas salzige Preise erwarten.

Der einzige 100 % elektrische Premium-8-Sitzer-Minivan bietet Leistungen, die dem deutschen Hersteller würdig sind. Sowohl komfortabel als auch dynamisch, wenn nötig, wird der Mercedes EQV viele Bedürfnisse voll erfüllen.

Bildrechte: Thomas D. (Fast Auto)

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