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Volkswagen ID.Buzz Test: Neo-Retro-Versuch, Akt 2

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HATNach ersten erfolgsversprechenden Schritten auf dem Elektromarkt mit gelinde gesagt konventionellen Modellen wagt sich Volkswagen erneut in das Neo-Retro-Abenteuer und setzt dabei auf das Erbe des berühmten „Combi“. Mal sehen, ob das Rezept für die beste Marmelade im alten Glas 24 Jahre nach dem New Beetle noch funktioniert.

Inspiriert von der Vergangenheit natürlich, aber zweifelsohne entschlossen der Zukunft zugewandt. Nach langem Zögern über die Wiedergeburt einer solchen Ikone entscheiden sich die Wolsburger schließlich für den Sprung in ein rein elektrisches Nutzfahrzeug. Neben den vielen gestalterischen Vorteilen, die eine solche Wahl mit sich bringt, ist es für Volkswagen auch eine Chance, mit einem treibenden Heckmotor wieder an die historische Architektur des „Combi“ (von T1 bis T3) anzuknüpfen, die Räder ähnlich positioniert . Damit ist der ID.Buzz wie jedes „einfache“ ID-Fahrzeug Antrieb pur. Er basiert offensichtlich auf der Konzernplattform „MEB“ und ist das bislang größte Fahrzeug auf Basis dieser.

Denn mit 4,71 m Länge und 1,94 m Höhe ist das große Plus des ID.Buzz natürlich die Bewohnbarkeit. Einfach wirst du es mir mit einem Utility-Format sagen. Die Meisterleistung wäre nun, einer SUV-affinen Klientel auf die Füße zu treten, die bei Minivans keine Antwort mehr auf ihr Bedürfnis nach einem lohnenden Design findet, das ihnen auch fast das Aussterben eingebracht hat – seit einigen Jahren sofort. Um dies zu erreichen, hat Volkswagen viel auf das Aussehen gesetzt, indem es (als Option, nicht herumspielen) 4 zweifarbige Kombinationen anbietet: Energetic Orange (das Sie auf unseren Illustrationsfotos sehen können), Lime Jaune, Starlight Blue & Bay Blattgrün, alle vier unterstützt von Blanc Candy. Diese Auswahl ist zweifellos diejenige, die die Stilentscheidungen der Volkswagen Designer am besten hervorhebt, nämlich: die V-förmige Fronthaube, die großen Front- und Hecklogos, die Farbabgrenzung auf Höhe der Beifahrertür und die 3-Dummy-Heckseite Lüftungsschlitze. Dennoch sticht der ID.Buzz jedem Passanten ins Auge wie die Fliegen. Jeder Fotostopp war eine Gelegenheit, die vielen positiven Bemerkungen der Neugierigen zu begrüßen, die nicht mit Fragen zum Motor geizten.

Der ID.Buzz ist derzeit nur in zwei Versionen erhältlich, ID.Buzz & ID.Buzz Cargo, bzw. VP/LCV, beide identisch motorisiert, nämlich von einem 204 PS starken Elektromotor, den wir bei den „Pro“-Versionen des gefunden haben ID.3/4 & 5, verbunden mit einer Batterie mit einer Kapazität von 77 kWh, die eine offizielle Autonomie zwischen 419 (gemischt) und 572 km (in der Stadt) für einen ID.Buzz VP ermöglicht. Der 0 auf 100 km/h wird in 10,2 Sekunden geschossen und die Höchstgeschwindigkeit ist auf 145 km/h begrenzt. Ehrliche Leistung im Hinblick auf das wahnwitzige Leergewicht: 2482 kg.

Bei gutem Nutzen hat Volkswagen nicht vergessen, auf die praktischen Details zu bestehen. Vorn stehen den Insassen zahlreiche Ablagemöglichkeiten zur Verfügung: große Türfächer, Kaplan, Stauraum über dem Handschuhfach, herausnehmbare verschiebbare Mittelkonsole, alles was man von einem familiengerechten Fahrzeug erwartet. Auch Volkswagen beharrt auf der ökologisch verantwortungsvollen Seite seiner Star-Neuheit: kein Leder tierischen Ursprungs und massive Verwendung von recycelten Materialien, insbesondere für die Polsterung. Zur Serienausstattung gehören 6 USB-C-Buchsen, die ideal in den Türen positioniert sind, sowie eine, die sich an einem speziellen Ort rechts neben dem Lenkrad vor dem Fahrer befindet. Außerdem finden wir im Durcheinander der Vordersitze auch eine beheizbare athermische Windschutzscheibe, automatische Scheibenwischer, Matrix LED IQ.Light Projektoren, eine Rückfahrkamera sowie Einparkhilfe und eine elektrische Heckklappe. Kurz gesagt, für 56.000 € inkl. MwSt. haben wir noch einiges (und zum Glück). Auf der Infotainment-Seite verfügt der ID.Buzz serienmäßig über das Navigationssystem Discover Pro und bietet außerdem drahtlose Apple CarPlay / Android Auto-Kompatibilität, die durch ein induktives Lademodul unterstützt wird. Auch die Sprachsteuerung gehört zur Grundausstattung.

Auf der Straße gehört der ID.Buzz zu dieser Art von Nutzfahrzeugen, die sich vor allem für ein Auto halten: Sie finden dort die Ausstattung, den Schallschutz, das Finish, den Komfort und vor allem den Fahrspaß eines Autos . Nur die Fahrposition und die imposante Größe (immerhin fast 2 Meter Breite) erinnern Sie daran, dass Sie am Steuer eines Nutzfahrzeugs sitzen. Keine Überraschung, hinter dem Lenkrad finden wir das gleiche Kombiinstrument wie der Rest der ID-Reihe, eine willkommene Familienähnlichkeit, um Entdeckungen zu vermeiden, während ich mich darauf vorbereite, das Zentrum von Lissabon zu verlassen. Diese ersten Kilometer offenbaren keine Überraschungen, sei es bei der Konstanz der Lenkung oder der straffen Dämpfung, aber ohne Scheu, jedoch weitgehend möglich mit unseren optionalen 21-Zoll-Felgen. Dank der Hinterradantriebsarchitektur ist auch ein besonders kurzer Wenderadius möglich, der eine größere Drehung der Lenkräder ermöglicht. Im Einsatz hätte ich mir auch gerne größere Außenspiegel gewünscht, wobei gerade bei Parkmanövern das Vorhandensein der 360 ​​Grad „Area View“ Kamera meine Aufgabe stark vereinfacht.

Sobald wir die portugiesische Hauptstadt verlassen haben, greifen wir einen Abschnitt der Autobahn an, genug, um die Straßenqualitäten des ID.Buzz hervorzuheben, der zum senatorischen Fahren einlädt. Trotz einer durch die zweckmäßige Form der Maschine zwangsläufig beeinflussten Aerodynamik werden bei abwesenden Teilnehmern verfrühte Luftgeräusche sowie Rollgeräusche erzeugt. Die Schalldämmung wird wieder perfekt gemeistert, unerlässlich bei einem Elektrofahrzeug, wo jedes Geräusch noch mehr gehört wird. Andererseits kein Verbrauchswunder auf dieser Art natürlich. Mit knapp 2,5 Tonnen auf der Waage und Backsteinbauweise überschreitet er locker 25 kWh/100 km, wenn man nicht auf eine passende Fahrweise setzt. Theoretisch sinkt die Autonomie dann unter 350 km. Die Autobahn bleibt beim ID.Buzz noch mehr, der wahre Liebling der Elektroautos. Auch wenn letzteres bis zu 170 kW Ladeleistung akzeptiert und Sie so an einem geeigneten Terminal in nur 30 Minuten von 5% auf 80% Autonomie bringen können. Auf einer geeigneten Strecke, nämlich dem Nebennetz und Querungen von nicht überlasteten Dörfern, vollbringt der ID.Buzz dennoch ein kleines Wunder mit meinerseits beachtlichen Punktzahl von durchschnittlich 14,7 kWh/100 km auf einer Strecke von etwa 80 km, genug um theoretisch 524 km Autonomie zu erreichen. Auch auf kleinen Straßen sind die Grenzen des ID.Buzz mit perfektem Bremsen gepaart mit einem leicht chaotischen Pedalgefühl zu spüren, da das Rennen zwischen regenerativem Bremsen und mechanischem Bremsen gut zu lang ist. Die Richtung ist schließlich die des reinen Nutzens: eine deutliche Reduktion und eine gewisse Unpräzision in der Kurve, insbesondere um die Vorderachse gut zu spüren.

Auf der positiven Seite behalten wir gepflegte Dienstleistungen, Praktikabilität und vor allem eine Optik, die alle überzeugt. Die Autonomie, die auf der Autobahn wie Schnee in der Sonne schmilzt, das ungefähre Bremsen und das hohe Gewicht der Maschine könnten jedoch einige Leute abschrecken. Dennoch punktet der ID.Buzz damit, dass er zweifellos DAS begehrteste Modell in der Volkswagen ID-Reihe wird, zumindest mit den Optionen, die gut passen. In der Tat erzeugt die Einfarbigkeit außen wie innen nicht den gleichen „Retro“-Effekt, der jedoch zweifellos der Ursprung der mehr als positiven Aufnahme ist, die dieser ID.Buzz von der Öffentlichkeit vorbehalten ist. Vergessen Sie nicht, die richtigen Optionen anzukreuzen, und verlängern Sie die Prüfung, die gut läuft, entsprechend!

Zu Ihrer Information steht die Konfiguration unseres Testmodells zur Verfügung hier oder durch Eingabe des Codes N2YRWKTJ im Volkswagen Konfigurator.

Bildnachweis: Maurice Cernay

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