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Tod von Dietrich Mateschitz, dem Gründer von Red Bull

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Der im Fahrerlager schon immer recht diskret und selten auftretende Österreicher wurde am 20. Mai 1944 in der Steiermark geboren. Nach seinem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der Universität Wien unternahm er Geschäftsreisen nach Asien auf der Suche nach Geschäftsmöglichkeiten. Als Vertreter einer deutschen Zahnpastamarke entdeckte er 1982 in Hongkong einen Energydrink der thailändischen Brüder Yoovidhyas, die auch an einem Pharmaunternehmen beteiligt waren. Fasziniert von der Wirksamkeit des Getränks bei der Bekämpfung des Schlafs besiegelte er eine Partnerschaft mit Chaleo Yoovidhya, um es ab 1984 weltweit unter dem Namen Red Bull zu vermarkten. Beide beteiligten sich mit 49 % am Geschäft, Chaleos Sohn Chalerm übernahm den Rest.

Mutige Marketingstrategie

Das ursprüngliche Getränk, das 1976 auf den Markt kam, Krating Daeng, war eine Mischung aus Guarana, Taurin, Koffein, Saccharose und Ginseng, und Mateschitz modifizierte es, indem es Sodawasser hinzufügte und verfeinerte, um es für europäische Paläste geeignet zu machen.

Mit der Markteinführung 1987 wurde Red Bull in Österreich schnell sehr populär. Red Bull startete seine Marketingoffensive Anfang der 1990er Jahre in der Formel 1, zunächst mit der Unterstützung österreichischer Fahrer wie Gerhard Berger und Karl Wendlinger, dann als Sponsor – Sauber-Titel von 1995. Die Strategie von Mateschitz, die viel Geld in Werbung und Sponsoring investiert, funktioniert wie eine Dampfwalze und zahlt sich aus, zumal sich die Marke durch die Unterstützung vieler motorisierter Sportarten, aber auch Extremsportarten und Events gezielt ein junges Image und Avantgarde verschafft vor einem jungen und festlichen Publikum. Der Erfolg wächst weiter, trotz der Kontroversen um die gesundheitlichen Auswirkungen seines Getränks, das in Frankreich bis 2008 verboten ist.

Oft gewinnende Investitionen

Als die Partnerschaft mit Sauber abnahm, kaufte der österreichische Chef Ende 2004 nach Überlegungen zu Arrows das Jaguar-Team von Ford und nannte es Red Bull. Viele nehmen diese Investition nicht wirklich ernst, aus dem „Dosenmacher“ wird ein vollwertiger Hersteller, aber schon 2009 kamen die ersten Siege und 2010 wurde der erste Titel gewonnen. 2005 kaufte er auch Minardi und taufte es Toro, bevor er es 2021 in AlphaTauri umbenannte, um eine Modemarke zu fördern. Mateschitz investiert auch in den Fußball und kauft die Klubs Red Bull New York und Red Bull Salzburg, die seit 2014 in der österreichischen Fußball-Bundesliga ungeschlagen sind.

Mateschitz hatte eine Leidenschaft für historische Flugzeuge, wie der Hangar-7, eine ganz besondere Einrichtung am Flughafen Salzburg, beweist. Diese beherbergte seine beeindruckende Sammlung von Militärflugzeugen und Bombern in der Nähe des Red Bull Rings, der ehemaligen Rennstrecke des Österreichrings, die er nicht nur rettete, sondern komplett verjüngte. In der Covid-Pandemie finanzierte er den österreichischen GP, ​​um den Sport, den er liebte, über Wasser zu halten. Während seine Aktivitäten im Motorsport weltweit anerkannt waren, war sein anderes sehr wichtiges Betätigungsfeld weitaus weniger bekannt. 2004 gründeten er und der Motorradchampion Heinz Kinigadner eine gemeinnützige Stiftung namens Wings for Life, um die Erforschung der Behandlung von Wirbelsäulenverletzungen zu unterstützen.

Sein Tod kommt, während die Zukunft des Red-Bull-Teams neu gestaltet wird, nachdem die Partnerschaft mit Porsche endgültig zerbrochen ist.

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