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Renault bringt Ampère an die Börse

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Es ist daher der von der Renault-Gruppe gewählte Weg, Ampère zu gründen, eine Tochtergesellschaft, die für Elektrofahrzeuge zuständig ist. Und um Ampere auf den Markt zu bringen, arbeitet Renault mit Qualcomm zusammen, dem Elektronik-Chip-Giganten. Sie werden eine zentralisierte elektronische Architektur entwickeln, um die Elektrofahrzeuge der Renault-Gruppe zu verwalten. Das „Snapdragon Digital Chassis“ wird das Herzstück dieser Architektur sein.

Diese „High Performance Computing“-Plattformen des „Software-Defined Vehicle“ (SDV) sollen 2026 landen. Sie werden offen sein für Partnerhersteller von Qualcomm Technologies, Inc. „SDV“ ist eine Denkweise, bei der Software das Herzstück ist des umgebauten Fahrzeugs. Es ist eine totale Umstellung im Vergleich zu unseren Fahrzeugen, die auf einem modularen Chassis mit verschiedenen Motoren basieren und in denen mehr oder weniger erfolgreiche Software installiert wurde.

Eine Win-Win-Vereinbarung mit dem amerikanischen Qualcomm

Mit dieser Vereinbarung sichert Renault eine Versorgung mit Teilen „zum besten Preis“ und für Qualcomm ist es die Gewissheit, seine Prozessoren und elektronischen Architekturen zu verkaufen. Damit wird Ampere laut Renault “der erste reine Elektro- und Software-Player, der aus der Disruption eines traditionellen Autoherstellers hervorgegangen ist”. Diese autonome Einheit wird einen großen Bedarf an Bargeld haben und kann sich dabei nicht nur auf die Renault-Gruppe verlassen.

Renault wird daher den Börsengang oder die Notierung an der Börse von Ampere vornehmen. Dies soll frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2023 an der Euronext Paris erfolgen. Der Renault-Konzern behält eine „starke Mehrheit“ (sic.) und mehrere strategische Investoren haben bereits ihre Teilnahme am runden Tisch signalisiert. Qualcom auch.

Ampere wird seinen Sitz in Frankreich, in ElectriCity im Norden (Douai, Maubeuge und Ruitz), mit etwa 10.000 Mitarbeitern, darunter 3.500 Ingenieure, haben. Ampere wird den neuen Renault 5 Electric und Renault 4 Electric für das B-Segment entwerfen und produzieren, und im C-Segment werden wir Megane E-tech Electric, Scénic Electric und 2 weitere Fahrzeuge haben, die noch kommen werden. Bis 2031 sind für die Marke Renault 1 Million 100 % Elektrofahrzeuge geplant.

Unsere Meinung, von leblogauto.com

Auf Gewerkschaftsseite glauben einige, dass es sich um eine Auflösung des Renault-Konzerns in guter und gehöriger Form handelt und dass Ampere und Renault langfristig getrennt werden. Eine ultra-alarmistische Meinung, die vermuten würde, dass sich Renault langfristig von seiner Thermosparte trennen oder die Aktivitäten (damals FCA und Ferrari) komplett aufteilen möchte, was überhaupt nicht auf der Tagesordnung steht.

Renault ist nicht der Erste, der von der Börse profitieren will, um die Elektrowende zu finanzieren. Es ist ein sehr wichtiger Hebel, um frisches Geld für hohe Investitionen zurückzugewinnen. Andererseits ist diese Elektrobranche dadurch sehr abhängig von Märkten und Investoren. Umso besser, wenn schon einige „Big Guys“ wie Qualcomm bereit sind zu investieren, das stabilisiert die Börsenbewegungen ein wenig.

Durch die Aufspaltung der beiden thermischen und elektrischen Aktivitäten stellt Renault außerdem sicher, dass es einen Zweig kürzen kann, wenn es wegen fehlender Verkäufe zurückgeht. Aber es ist nicht für morgen, denn thermische Fahrzeuge werden noch lange in der Welt vorherrschend bleiben.

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